WIRKLICHNICHTGUT

Museum für Gestaltung Zürich Ausstellungsbau und Szenografie 1994

Museum für Gestaltung Zürich Ausstellungsbau und Szenografie 1994

Gute Plakate sind deshalb gut, weil es schlechte Plakate gibt. Das Gute und das Schlechte bedingen und stimulieren einander. Wobei uns das Schlechte oft näher liegt als das Gute. Nach welchen Kriterien richten sich derartige Qualitätsurteile überhaupt? Mit der subjektiven Wahl von 99 Plakaten will der Kurator Martin Heller, in Anlehnung an den alljährlichen Wettbewerb «Schweizer Plakat des Jahres», die Diskussion über Qualität aus umgekehrter Perspektive provozieren. Die liegende, übergrosse Plakatwand zeugt von der Bilderflut, die unseren Alltag prägt. Die Präsentation vermeidet jegliche Hierarchisierung. Sie hebt weder die Schlechteren noch die weniger Schlechteren hervor, sondern lädt zum Vergleich und zum Kommentar ein. Rund um die Plakatfläche, einem riesigen Tisch ähnlich, entstehen auch manche spontanen Diskussionen über Geschmack und Qualität. Das schlechteste Plakat überhaupt wurde durch eine Besucherumfrage ausgewählt.

  • Museum für Gestaltung Zürich
    Bauherrschaft
  • Martin Heller
    Konzept und Projektleitung
  • Alexandra Gübeli
    Ausstellungsbau und Szenografie
  • Werkstatt
    ZHdK Bauten
  • © Istvan Balogh
    Fotos